
Im wunderschönen Pfaffenwinkel des bayerischen Voralpenlandes, direkt am Starnberger See gelegen, ist Bernried zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.
Bernried
Dass Bernried ein ganz besonders schöner Ort am Starnberger See ist, steht nicht erst seit 2007 fest. Beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" wurde Bernried mit einer Goldmedaille auf Landes- und auf Bundesebene ausgezeichnet. Die urigen Holzhäuser im Ortskern, die geschichtsträchtige Hofmarkskirche Maria Himmelfahrt und die Pfarrkirche St. Martin im Klosterhof werden dazu sicherlich ihren Anteil beigetragen haben. Genießen Sie Ihren Aufenthalt in Bernried bei weitläufigen Spaziergängen am Seeweg entlang. Direkt vom Kloster führt er in den Park der Wilhelmine-Busch-Woods-Stiftung, der in südlicher Richtung, vorbei am hauseigenen Badestrand, bis fast nach Seeshaupt reicht. Nach Norden führt der Seeweg zum Museum der Phantasie von Lothar-Günther Buchheim und zum Schloss Höhenried. Vom Dampfersteg am Ufer des Starnberger Sees direkt vor dem Kloster können romantische Schiffsrundfahrten begonnen werden.
Buchheim Museum - Sammlung Buchheim, Museum der Phantasie
Seit Mai 2001 findet man am Hirschgarten in Bernried das Museum der Phantasie von Lothar-Günther Buchheim.
Gebaut von Architekt Günter Behnisch ist das Museum heute Anziehungspunkt Nummer 1 für viele Kulturbegeisterten in der Region. Der Fotograf, Verleger, Kunstbuch- und Romanautor Lothar-Günther Buchheim hat im Museum der Phantasie ein Zuhause für seine vielfältigen Sammlungen gefunden: "In den nördlich gelegenen Hallen werden die Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken der Expressionisten gezeigt - der Kern der legendären Buchheimschen Kollektion. Die intimeren Räume der beiden mehrstöckigen "Türme" sind den volks- und völkerkundlichen Sammlungen und den Arbeiten von Buchheim vorbehalten. " (aus dem Informationsprospekt "Buchheim Museum, Sammlung Buchheim - Museum der Phantasie"; weitere Informationen unter http://www.buchheimmuseum.de )
Der Starnberger See
Mit 57 Quadratkilometern ist der Starnberger See nach dem Chiemsee (80 km²) Bayerns zweitgrößter See, 590 m ü NN. Der See entstand durch die Einwirkung von Gletschern als Endmoränen-See und ist weißt deshalb im Vergleich zu manch anderem See beachtliche Tiefen auf. Die Tiefe reicht bis zu 125 m. Früher war der Starnberger See allerdings unter einem anderen Namen bekannt. Man nannte ihn Würmsee. Das Flüsschen Würm fließt aus dem See ab. Über die Jahre hinweg hat sich der See zum beliebtesten Ausflugsziel für Segler, Surfer und Schwimmer der Region entwickelt. Das Fünfseenland im oberbayerischen Voralpenland, dessen größter See der Starnberger See ist, umfasst aber auch noch den Ammersee, den Pilsensee, den Wörthsee und den Weßlinger See.
Tutzing
Mit ca. 9000 Einwohnern ist Tutzing der zweitgrößte Ort am Ufer des Starnberger Sees. Hier endet die S-Bahn-Linie S6 aus München. Die 'Brahms-Promenade' (der Komponist verbrachte den Sommer 1873 in Tutzing) ist nur eine der vielen Verlockungen des Tutzinger Seeufers rund um das Tutzinger Schloss. Am Hang zwischen Hauptstraße und Bahnhof befindet sich übrigens das Mutterhaus der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing. Ihm ist auch das Kloster Bernried untergeordnet. Neben dem Kloster betreiben die Missionsbenediktinerinnen im Luftkurort Tutzing das Krankenhaus und die Realschule. Das Tutzinger Schloss aus dem 19. Jahrhundert beherbergt heute die evang. Akademie. Im Sommer ist Tutzing schon allein wegen der 'Tutzinger Musiktage' eine Reise wert.
Seeshaupt
Der kleine Erholungsort am Südende des Starnberger Sees ist gleichzeitig auch das Tor zu einer weiteren Landschaftsoase neben dem Starnberger See. Südlich des Ortes befindet sich das Landschaftsschutzgebiet der 19 Osterseen mit Brut- und Nistplätzen seltener Vogelarten. Die moorige Ostersee-Landschaft bildet einen Kontrast zum Starnberger See und wird im Volksmund auch als Tränen des Starnberger Sees bezeichnet.
Berg
Am Strand des Schlossparks von Berg erinnern ein Kreuz und eine Gedenkstätte an den legendenumwobenen Tod des Märchenkönigs Ludwig II, der hier am 18. Juni 1886 ertrunken ist.
Starnberg
Die Kreis- und Hauptstadt des Fünfseenlandes mit ca. 21000 Einwohnern liegt am Nordufer des Starnberger Sees. Von der Stadt erhielt der See seinen Namen. Das historische Wahrzeichen Starnbergs ist die Burg der Wittelsbacher, die 1244 erstmals erwähnt wurde. Von der Seepromenade, der nur 28 km von München entfernten Stadt, kann man bei Föhn die Berglandschaft bis zur Zugspitze zum Greifen nah erblicken. Starnberg mit seinen beiden S-Bahn-Stationen und einer Vielzahl von Geschäften ist auch der Heimathafen der Dampferflotte der Bayerischen Seen Schifffahrt.
Andechs
Der "heilige Berg" Altbayerns mit dem Benediktinerkloster ist bereits seit dem 12. Jahrhundert ein Wallfahrtsort. Das Kloster, das um 1450 gestiftet wurde, ging aus einer noch viel älteren Burg hervor. Seit etwa um 1130 war die Burg auf dem Berg Andechs der Stammsitz der Grafen von Andechs, der Markgrafen in Istrien und Herzöge von Meran, die um 1245 ausstarben. Der 2800 Einwohner zählende Ort Andechs ist neben der Abtei mit der sehenswerten Rokoko-Kirche auch wegen der Klosterbrauerei bekannt.
außerdem sehenswert in der Umgebung:
Die Altstadt von Weilheim mit den Resten der mittelalterlichen Befestigung,
die moderne Erdfunkstelle Raisting,
der Klosterort Wessobrunn mit ehemaliger Benediktinerabtei (753-1803),
Schongau, die einst wichtige Berg- und Handelsstadt am Lech,
die als schönste Rokoko-Kirche Europas geltende Wieskirche des Baumeisters Dominikus Zimmermann,
Deutschlands höchstgelegenes Moorheilbad Bad Kohlgrub (900 m),
das alte Städtchen Murnau mit dem Murnauer Moos und dem Staffelsee,
der weltbekannte Passionsspielort Oberammergau,
Schloss Linderhof, das 1878 erbaute Rokoko-Phantasie-Schloss König Ludwig II.,
oder die Benediktinerabtei Ettal mit ihrer großartigen barocken Kuppelkirche.



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