Bildungshaus St. Martin Bernried
Kloster der Missions-Benediktinerinnen

Klosterschwestern blicken auf die Kar- und Ostertage 2020 in Bernried zurück

Nach den Osterfeiern – die wir Schwestern in Bernried mit viel Ruhe und auch sehr persönlich feiern konnten, halten wir einen kleinen Rückblick.

Seit dem 16.03. haben wir unser Bildungshaus geschlossen.
Doch haben wir die Gottesdienste im Rahmen der Möglichkeiten annähernd genauso gefeiert wie sonst. Unsere anrührende Liturgie der Kar- und Ostertage kam uns vor, wie für uns heute geschrieben.
Die Klagelieder des Jeremia „…sie schreien nach Brot und Wein. Sie siechen dahin und verschmachten auf dem Schoß ihrer Mütter…“

Die ganze Welt mit ihrer Not wurde da gegenwärtig und wir – in unserer Sicherheit! – haben sie an das Kreuz getragen mit unseren Bitten.

Sr. Beate Grupp trug zur Karfreitagsliturgie das Kreuz in die Kapelle mit dem Gesang:
„Ecce lignum crucis……/
Seht das Holz des Kreuzes an dem das Heil der Welt gehangen.
Kommt, lasst uns anbeten…“

Sehr berührend, es nicht nur zu hören, sondern selber zu vollziehen.
Wir haben das Kreuz geschmückt mit Feldblumen und der Bitte, dass ER der menschgewordene Gott bis in den Tod hinein, doch unsere ganze Schöpfung bewahre.

Natürlich waren alle Gottesdienste priesterlos und wir mussten auch an Ostern auf die Eucharistiefeier verzichten, wie alle Gläubigen.
Doch wird deutlich durch diese Konfrontation und die gemeinsamen Vorbereitungen, wie sich die Liebe Gottes nicht einsperren lässt in unsere Sakramente, sondern so sehr gegenwärtig ist im lebendigen Wort Gottes, in Freude und Not, in Hoffnung und Verzweiflung, der eigenen und die der Menschen und der Welt.

Und der Ostermorgen!

Im Exsultet, das
Sr. Lilian Ruth Lansang uns sang, heißt ein Vers:

„….bis der Morgenstern aufgeht, der ewige Morgenstern…“.

An diesem Ostermorgen haben die Vögel ein wunderbares Konzert gegeben, wie wenn sie es gewusst hätten…..

 

Hier ein Blick in die Osterkapelle.

Wir Schwestern, eine Hausgemeinschaft, sitzen alle in gebührendem Abstand und haben eben das Glück, miteinander weiterhin singen und bitten und feiern zu können.

Unsere Kapelle mit der Osterkerze und dem Osterschmuck

Die Osterkerze, auch von Schwester Lilian Ruth Lansang:
„Jesus bei der Stillung des Seesturmes.“

Wir finden, sie hat die Osterkerze beeindruckend gestaltet:
Jesus, wie er mit seiner ganzen Gestalt bis in die Fingerspitzen hinein dem Sturm gebietet: Schweig, sei still!“

Die Zeiten stehen auf Sturm.

Wie in vielen anderen Betrieben gibt es auch in unserem Bildungshaus seit dem 01.04.2020 Kurzarbeit.
Wie lange? Das sind bange Fragen für uns alle. Ebenso die Frage, wie wird es weitergehen?
Wird der Geist genügend wirken in uns allen und bei den Machtzentren, dass die Einsicht sich durchsetzt:

  • Statt Waffenproduktion und –verkauf: eine angemessene Gesundheits- und Sozialversorgung für alle
  • Statt Wirtschaftssanktionen: Schuldenerlass
  • Statt Vergessen: neue Wege der Solidarität

Dies nur einige Bitten, ans Herz gelegt von Papst Franziskus bei seiner Ansprache vor dem Segen über die Welt am 12.04.2020.

Verbunden in solchen Sorgen und in der österlichen Zuversicht
grüßen Sie alle sehr herzlich

Ihre Missions-Benediktinerinnen vom Kloster Bernried und
das Mitarbeiterteam des Bildungshauses St. Martin

 


Ostergruß

Liebe Gäste, Freunde und Freundinnen unseres Klosters und
Bildungshaus St. Martin Bernried.

Jetzt stehen wir am Beginn der drei Heiligen Ostertage, des Sacrum Triduum Pascale. Dieses Mal wird es recht ruhig bei uns im Haus sein und viele Plätze in der Kapelle bleiben leer.
Doch im Herzen und im Gebet sind wir alle miteinander verbunden, wie gut!
Zahllose Grüße und Wünsche haben uns von Ihnen und Euch erreicht. Wir haben uns sehr über jeden einzelnen Gruß gefreut, per Post, per Mail oder Telefon.
Wir Schwestern und auch unsere Mitarbeiter*innen sind sehr dankbar für die tiefe Verbundenheit. Das tut uns sehr gut.
Gott sei Dank sind alle Schwestern und Mitarbeiter*innen wohlauf und gesund.
Hört und sieht man die Nachrichten wird es fast unheimlich. Da überrascht und erfreut uns der Blick aus unserem Fenster, der Mirabellenbaum in Blüte.

Der Höhepunkt der Heiligen 40 Tage beginnt liturgisch heute, am Gründonnerstag, mit dem – ansonsten – festlichen Abendmahlsamt mit Fußwaschung.

Am Karfreitag, an dem auch die Passion Jesu Christi ihren Höhepunkt erreicht, den Tod am Kreuz, werden wir als Gemeinschaft das Kreuz verehren.
Das Kreuz ist das Zeichen, dass das Gottesbild, das Jesus verkündet hat, für die bestehende religiöse Elite und für ihre Macht, unerträglich gefährlich war. Doch Jesus und sein Vater halten fest daran, dass die Liebe den Tod, den Hass, das Unheil überwindet und zu befreiendem Leben findet. Nicht nur für sich, auch für uns alle. Deshalb der Blumenschmuck an dem Kreuz, wie es von P. Frick SJ im Jahr 2016 geschmückt wurde.

Doch in aller Stille macht die Natur weiter. Wie sie auch die 900 Jahr Feier des Dorfes und Klosters (ehemals Augustiner-Chorherrenstift) Bernried auf diese blühende Weise ankündigt.

Auch dieses Jahr werden wir das „Lumen CHRISTI“ singen und unsere Osterkerzen anzünden und uns so mit Ihnen verbunden wissen.

Durch all die Jahrhunderte haben Menschen diesem Geheimnis des Todes und der Auferstehung Jesus Christi einen Ausdruck gegeben.

Wir hoffen und glauben, dass dieser Auferstandene auch heute nicht fertig ist mit unserer Welt, sondern dass er da ist und mitgeht, in den Hungrigen an Leib und Seele, in den Gestrandeten, in den Bedürftigen, in jedem von uns, in unserem Alltag mit seiner Not und seinen Freuden. ER rettet die Menschen aus dem Tal der Tränen, weil Gott die Menschen liebt.
In diesem Glauben mit Ihnen allen herzlich verbunden, wünschen wir Ihnen und Ihren Familien gesegnete Kar- und Ostertage.

Bleiben Sie gesund bzw. werden Sie wieder gesund!

Ihre Missions-Benediktinerinnen vom Kloster Bernried und das Mitarbeiterteam des Bildungshauses St. Martin

 


Außergewöhnliche Zeiten!

Liebe Gäste, Freundinnen und Freunde des Klosters und Bildungshauses St. Martin, Bernried!

Ja, wir befinden uns in einer außergewöhnlichen Zeit. Fast alles ist anders, wie gewohnt.
Doch etwas ist unverändert das lebendige Wort Gottes, das täglich zu uns sprechen möchte.
Mit dem gestrigen Palmsonntag haben wir uns mit Jesus auf den Weg in diese Karwoche gemacht. Sie gipfelt in der dreitägigen Feier des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi.


Heute, am Montag hören wir das Evangelium von einer Frau, die mutig auf Jesus zugeht und ihm ihr kostbarstes schenkt, in dem sie ihn salbte. Ich blicke dabei auf das Matthäus Evangelium Kapitel 26, Verse 6-13 der Einheitsübersetzung.
Über diese Frau haben sich seine Jünger ereifert. Sie warfen ihr Verschwendung vor, „dieses Öl hätte man für teures Geld verkaufen können und den Armen geben können“. Doch Jesus bemerkt ihren Unwillen und sagt: „Warum lasst ihr die Frau nicht in Ruhe? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.“ „Die Armen habt ihr immer, doch mich habt ihr nicht immer.“ „Amen, ich sage euch: Auf der ganzen Welt, wo dieses Evangelium verkündet wird, wird man auch erzählen, was sie getan hat, zu ihrem Gedächtnis.“
Ja, die Frau tut, was sie kann für Jesus. Sie tut es jetzt, weil sie es später nicht mehr tun kann. Sie ist mutig, sie tut etwas um jetzt an seiner Seite zu sein.

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Das Fest der Menschwerdung unseres Gottes

Krippe, Missions-Benediktinerinnen im Bildungshaus St. Martin & Kloster Bernried

 

Liebe Freunde, Gäste und Weggefährten unseres Klosters und Bildungshauses St. Martin in Bernried!

In wenigen Tagen Feiern wir Ordensfrauen gemeinsam mit unseren zahlreichen Weihnachtsgästen das Fest der Menschwerdung unseres Gottes.

Eine kleine Ahnung dessen konnten wir bei dem Weihnachtswünschen mit unseren Mitarbeitern erfahren. Wir fragten, welcher biblischen Person bzw. Gestalt aus der Weihnachtsgeschichte bei Lukas möchten sie begegnen und ihr eine Frage stellen? Wir sammelten die Fragen und suchten Antworten zu finden.

Eine Frage an das Jesuskind: „Wusste das Jesuskind, wer es war?“
Die Antworten: „Nein, es ist als Mensch in Windeln gewickelt zur Welt gekommen und hat dann gelernt, wer es ist.“
„Maria, hattest Du keine Angst unter den schwierigen Bedingungen ein Kind zu bekommen?“ „Ja schon, doch ein Kind ist ein Wunder und schenkt Kraft und Hoffnung.“
Es ließen sich noch viele Fragen nennen, doch nun dürfen Sie unsere Fragerunde fortsetzen…

An dieser Stelle sagen wir Ihnen ein herzliches Vergelt´s Gott für Ihre Verbundenheit, die Sie uns in dem Jahr so zahlreich geschenkt haben.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben gesegnete Weihnachten mit viel Zuversicht sowie ein gutes und friedvolles Neues Jahr 2020.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen!

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Missions-Benediktinerinnen aus Bernried

 


Sankt Martin

Zum heutigen Sankt Martin Tag, unserem Patrozinium im Bildungshaus Sankt Martin, grüßen wir Sie sehr herzlich.

Ihre Missions-Benediktinerinnen